„Psychological Safety“ oder: Wie wir lernen zu streiten

Eine Unternehmenskultur, welche die psychologische Sicherheit von Mitarbeitern nicht ermöglicht, kann für Unternehmen fatale Folgen haben – darüber schreibt Joost Minnaar (Corporate Rebels) in seinem Artikel Psychological Safety: How Pioneers Create Engaged Workforces (Psychologische Sicherheit: wie Pioniere ihre Mitarbeiter befähigen (freie Übersetzung)). Und zwar nicht nur für diese selbst, sondern auch darüber hinaus, wie der VW Dieselskandal (2015) oder die Zündschlosskrise bei General Motors mit mehreren Toten (2014) zeigen. Das Versagen dieser Unternehmen führt Minnaar auf das Management und das Fehlen von psychologischer Sicherheit in deren Teams zurück.

Employer Branding

Quelle: EDEKA YouTube-Kanal. Screenshot aus dem Personalmarketing-Video „Mach Geschäfte mit Kartoffeln.“ (November 2019)


Man kann nicht nicht kommunizieren – so lautet einer der Grundsätze des 2007 verstorbenen Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick. Und er gilt auch für Unternehmen. Die Frage ist nur, wie man es tut – aktiv oder passiv. Gestaltet man seine Botschaften bewusst oder überlässt man die Interpretation seinem Gegenüber?

Transformatorische Führung

In meinem letzten Blogbeitrag – New Work braucht New Führung – habe ich die Frage aufgegriffen, ob Führung in Verbindung mit New Work überhaupt noch benötigt wird, da gerade in modernen Formen der Teamarbeit die Selbstorganisation eine zentrale Rolle spielt. Das Ergebnis war, dass – zumindest aktuell – nicht gänzlich darauf verzichtet werden kann, sondern vielmehr die Rolle der Führungskraft neu verstanden werden muss. In diesem Beitrag setze ich mich mit der Umsetzung dieser Aufgabe mit Fokus auf der an Bedeutung gewinnenden transformatorischen Führung auseinander

New Work braucht New Führung

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New Work propagiert Werte wie Selbstständigkeit und Freiheit in Bezug auf die persönliche Gestaltung des Arbeitsalltags, während uns die Digitalisierung dabei hilft, agilere Arbeitsmethoden zu finden und uns selbst zu organisieren. Das moderne Verständnis von Arbeit ist ein agiles, dynamisches, wandlungsfähiges, in dem sich Teams selbst steuern und auch virtuell zusammenarbeiten.

Was bedeutet das für Führung? Wird sie noch benötigt? Lars Vollmer schreibt ein ganzes Buch darüber, Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen (Gorus Verlag, 2017). Und doch macht sich das Prinzip des Verzichts auf Führung in Unternehmen bisher noch nicht bemerkbar. Hierarchien werden zwar abgebaut, aber nicht komplett abgeschafft. Woran liegt das?

Vertrauen ist die Basis

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New Work ist eigentlich nichts Neues. Was das Thema aber so aktuell macht, sind die sich ergebenden technischen Möglichkeiten zur Selbstorganisation durch Digitalisierung. (Die ausführliche Erläuterung zur Begriffsherkunft findest Du hier.)

Die zugrunde liegenden Werte der Bewegung sind Selbstständigkeit, Teilhabe an der Gemeinschaft sowie Handlungsfreiheit. Seine Kapazitäten so einsetzen und verteilen zu können, wie man es selbst für sinn- und wertvoll erachtet. Klingt ein wenig nach romantischer Wunschvorstellung. Kann ein solches Szenario in kapitalistisch ausgerichteten Wirtschaftssystemen überhaupt funktionieren?

Change: Erfolg im digitalen Wandel

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Wo fange ich an? Am 5. Dezember 2017 war das die große Frage des Meetups im Wizemann.Space in Stuttgart. Motto des Abends: „Change Management im Rahmen der Digitalisierung“. Und die Beantwortung der Eingangsfrage war gar nicht so einfach. Die Teilnehmer kamen allesamt aus der Wirtschaft: Unternehmer,

Freelancer, Arbeitnehmer und allgemein am Wandel Interessierte.

Ein gemeinsames Problem. Die Ratlosigkeit (wenn man so radikal sein möchte) lag dabei nicht an mangelnder Kreativität oder Veränderungsbereitschaft.