Change: Erfolg im digitalen Wandel

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Wo fange ich an? Am 5. Dezember 2017 war das die große Frage des Meetups im Wizemann.Space in Stuttgart. Motto des Abends: „Change Management im Rahmen der Digitalisierung“. Und die Beantwortung der Eingangsfrage war gar nicht so einfach. Die Teilnehmer kamen allesamt aus der Wirtschaft: Unternehmer,

Freelancer, Arbeitnehmer und allgemein am Wandel Interessierte.

Ein gemeinsames Problem. Die Ratlosigkeit (wenn man so radikal sein möchte) lag dabei nicht an mangelnder Kreativität oder Veränderungsbereitschaft.

Vielmehr war man sich einig, dass im Alltag genügend Dinge anstünden, die die gesamte Aufmerksamkeit fordern: Die Erledigung des Tagesgeschäfts, Meetings, das Agieren innerhalb vorgegebener Prozesse und sonstige Dinge, die einem für „Nebensächlichkeiten“ keine Zeit ließen. Dabei sind die Auswirkungen der Digitalisierung – beruflich und privat – doch deutlich spürbar. „Service“ wird erwartet – und zwar kostenlos nach dem Amazon Prime-Vorbild. Um nicht irgendwann vom Markt zu verschwinden, muss man sich an die externen Gegebenheiten anpassen und kreativ werden. Es soll sich also etwas ändern – da waren sich die Teilnehmer einig.

Nur wie? Da unser Meetup nur einen begrenzten zeitlichen Rahmen bot, war das Ziel, einfach mal die erste Hürde zu nehmen. Dafür braucht es ein wenig Struktur. Und dafür eignet sich hervorragend ein Tool, das den Grundstein für Veränderung legen kann.

Die Culture Map wurde im Oktober 2015 von Alexander Osterwalder in seinem Blog vorgestellt. Sie eignet sich besonders, um sich zu vergegenwärtigen,

  1. was die aktuellen Verhaltensmuster im Unternehmen sind (z.B. schnelle Reaktionszeiten (positiv) oder Informationssilos (negativ)),
  2. worin sie resultieren (z.B. zufriedene Kunden (positiv) oder Frustration im Team (negativ)) und
  3. welches die Dinge sind, die diese Verhaltensmuster begünstigen (technologischer Vorsprung (positiv) oder fehlende Kommunikation (negativ)).

 

CultureMap

 

Anwendung. Man arbeitet sich also schrittweise von der Mitte nach oben und erst dann analysiert man die Basis. So verschafft die Culture Map einen Überblick über den Ist-Zustand sowie den gewünschten Soll-Zustand und deckt auf, woran es hapert. In ihrem ursprünglichen Sinne dient sie der Überprüfung und aktiven Gestaltung der Unternehmenskultur. In dieser Funktion eignet sie sich aber auch für die Gestaltung von Change Prozessen. Denn sie veranschaulicht, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden muss, wenn man sein Ziel erreichen möchte.

Die Fragen sind also:

  • Wie agieren wir aktuell? (Behaviors)
  • Was ist das gewünschte Ziel? (Outcomes)

Um schließlich beantworten zu können:

  • Welche Dinge das genannte Ziel begünstigen (Enablers)
  • und welche dessen Erreichung verhindern/ blockieren (Blockers)

Wichtig ist, dass die gesammelten Stichpunkte belegbar sind und nicht aus einem Bauchgefühl heraus entstehen. Außerdem kann es hilfreich sein, sich die Fragen anhand der Überschriften Leadership, Culture & Processes sowie Organizational Design zu beantworten. Beispiele sind:

  • Leadership: Wie beeinflusst der Führungsstil bestimmte Verhaltensweisen (Behaviors)?
  • Culture & Processes: Inwieweit begünstigen bestimmte Prozesse die Kundenzufriedenheit?
  • Organizational Design: Inwiefern verhindern bestehende Hierarchien schnelle Reaktionszeiten?

 

Einmal angefangen, entwickelt sich die Culture Map stetig weiter. Daher mein Tipp:

  • Einen großen Bogen Papier verwenden
  • Die Culture Map gut sichtbar im Raum aufhängen
  • Post-its verwenden!

So geraten Wünsche und Ziele nicht in Vergessenheit, es kann aktiv damit weitergearbeitet werden und: Veränderungen werden sichtbar! So steigt auch die Motivation, am Ball zu bleiben.

Das Meetup ging mit interessanten Diskussionen und Denkanstößen zu Ende. Die Arbeit beginnt damit aber erst. In diesem Sinne: viel Spaß beim Verändern! Jetzt gibt es zumindest keinen Grund mehr, nicht gleich damit anzufangen.

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